Friedhof

kirche10   Ursprünglich gab es in Todtenweis nur einen kleinen Friedhof an der Süd- und Nordseite der Kirche. priestergrabIm Bereich des Priestergrabes befand sich eine Friedhofskapelle, die im März 1811 abgebrochen worden ist. Nachdem 1811 fünf Anwesen aus Sand und 1818 neun Anwesen aus Bach nach Todtenweis eingepfarrt wurden, ist dieser Friedhof zu klein geworden. Unter Pfarrer Joseph Meixner (1839 bis 1842) erfolgte deshalb 1841 eine erste Friedhofserweiterung. Dazu schenkte der “Hannisbauer” der Kirche den Platz zwischen seinem Hof und dem Pfarrhof. Diese Friedhofserweiterung ist 1984 nach 143 Jahren vermessen und vor dem Notar protokolliert worden.kreuz

1935 war der Friedhof wieder zu klein. Die politische Gemeinde, die nach dem Gesetz für das Friedhofswesen zuständig ist, legte zwei Pläne für eine Friedhofserweiterung vor: entweder eine großzügige Erweiterung östlich der Pfarrkirche auf kirchlichem Grund oder die Errichtung eines neuen Friedhofs im Bereich der jetzigen Schule. Keiner der beiden Pläne ist verwirklicht worden. So blieb es 1943 Pfarrer Karl Michler (1943 bis 1966) vorbehalten, einen neuen Friedhofteil anzulegen. Er tat dies östlich der Pfarrkirche auf kirchlichem Grund bis in Höhe des Pfarrstadels. 1950 ließ die politische Gemeinde an den Pfarrstadel ein Leichenhaus anbauen.
Mit Vertrag vom 5. März 1973 übernahm die politische Gemeinde die Verwaltung des kirchlichen Friedhofs auf 25 Jahre bis zum Jahre 1998. 1976 wurde unter Bürgermeister Adolf Metzker (seit 1972) der Friedhof auf kirchlichem Grund erneut wesentlich erweitert. Es geschah dies im Anschluss an den bisherigen Friedhof auf dem Platz, den Pfarrer Böhm 1930 als Fußballplatz zur Verfügung gestellt hatte. Gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Friedhofs wurde der älteste Friedhofsteil rings um die Kirche und die Erweiterung von 1841 aufgelassen.
Von den alten Grabmälern ragt der Grabstein von Pfarrer Franz Xaver Gartner (1853 bis 1883) hera us. Die Grabsteine im Priestergrab sind 1979 renoviert worden. An der Mauer zum Pfarrhof befindet sich, von Efeu umgeben, die alte Grabplatte des Dominikus Bayer (“Spaar”) aus dem Jahre 1841.
aussegnungshalleMit der Errichtung des Leichenhauses 1950 wurde der Zugang zum Friedhof von Osten her ermöglicht. 1976 wurde der Parkplatz auf kirchlichem Grund angelegt. 1988 wurde unter Bürgermeister Adolf Metzker mit dem Bau des neuen Leichenhauses begonnen.

UrnengraeberSeit Juli 2010 stehen auch Urnenstelen zur Bestattung von Aschenurnen in Unrnennischen im Todtenweiser Friedhof zur Verfügung. Diese befinden sich westlich der Aussegnungshalle.