Orgel

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Aus der Augsburger Bistumsgeschichte ist zu entnehmen, dass 1762 in Todtenweis eine neue Orgel mit sechs Registern aufgestellt wurde. Im Jahre 1865 wurden neue Teile eingebaut. Eine größere Reparatur erfolgte 1898 und 1936 eine Aufstockung auf zwölf Register vorgenommen. Im Zuge der Kirchenrenovierung 1975 wurde die Orgel abgebaut und überholt. Doch aus dieser Überholung entstand keine neue Orgel. Sie hätte eine Generalüberholung benötigt. Deshalb wurde am 22.10.1997 ein Gutachten erstellt und dies lautete: “Aus diesen Gründen bedarf die Orgel einer gründlichen Reinigung und vollständigen technischen Überholung. Dies ist aufwendig und entsprechend kostspielig. Angesichts des geringen Wertes des Instruments sollte erwogen werden, die hierfür erforderlichen Mittel als Grundstock für den Bau einer neuen, dem Raum angemessenen Orgel zu verwenden.”
Die Kirchenverwaltung St. Ulrich und Afra hatte am 4. März 1998 beraten und den Beschluß gefasst, dass laut Vorschlag vom Amt für Kirchenmusik eine Neuanschaffung sinnvoller ist. Nach diesem Beschluss wurde das umfangreiche Antragsverfahren eingeleitet.
Nach den Genehmigungen konnte erst der Beschluss am 31. Januar 1999 zum Kauf einer Orgel durch die Kirchenverwaltung gefasst werden.
Es mussten drei Angebote eingeholt werden und nach Überprüfung durch das amt für Kirchenmusik musste die Kirchenverwaltung die Entscheidung treffen. Die Kirchenverwaltung hatte von den drei Firmen jeweils Orgeln besichtigt, sowie ihre Werkstätten. Danach entschied sich die Kirchenverwaltung, den Auftrag an die Orgelbaufirma Franz Schreier, Thierhaupten zu vergeben.
Danach konnte der Orgelbauvertrag zur Genehmigung vorgelegt werden und am 16. Juni 1999 erhielt die Pfarrei den Vertrag zurück.
Bei Vertragsunterzeichnung wurde uns die Fertigstellung bis Ende November 2000 zugesagt. Die neue Schleifenladenorgel hat zwei Manuale und ist mit 14 Register und 804 Pfeifen, davon 110 Holzpfeifen ausgestattet. Das schöne Gehäuse passt sich ganz harmonisch dem Kirchenraum an. Mit den Marmorierungsarbeiten am Gehäuse wurde die Firma Kronwitter, Leipheim beauftragt, die auch die Restaurierung der Altäre 1975/76 vornahm. Die Fassung der Orgel wurde in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt.

Technische Daten der Orgel:
I. MANUAL: HAUTWERK
1. Praestant 8′
2. Copula 9′
3. Oktave 4′
4. Blockflöte 4′
5. Sesquialtera 2 2/3′ + 1 3/5′
6. Oktave 2′
7. Mixtur 1 1/3′

II. MANUAL: POSITIV
8. Holzgedeckt 8′
9. Salicional 8′
10. Holzflöte 4′
11. Traversflöte 2′
12. Krummhorn 8′

PEDALWERK:
13. Subbaß 16′
14. Rohrbaß 8′

KOPPELN:
C-g3
Zum Teil Prospekt, auch 80 % Zinn (Sn)
Innenpfeifen aus 70 % Sn, alle mit Rundlabien
C – H in Kiefernholz, ab co aus 25 % Sn mit
gewölbten Deckeln zum Auflöten
aus 80 % Sn
Offen, konisch aus 60 % Sn
Mit 2 2/3′ als Vorabzug, aus 55 % Sn
Aus 70 % Sn
3 – 4 fach, mit Vorabzug 1 1/3′, aus 70 % Sn

TREMULANT
C-g3
C – H aus Kiefer, ab co aus Elsbeere
C – H mit Nr. 8, ab co aus 65 % Sn
C – H ged. aus Kiefer, ab co in Elsbeerholz innen labiert
C – H normal konisch, ab co überblasend
Franz. Kehle, mt Bechern aus 60 % Sn.

TREMULANT

c – f’
aus Kiefernholz
C – H gedeckt, ab co Metallfpeifen aus 25 % Sn ab co in Verlängerung mit Nr. 13

Manualkoppel, I/Pedal, II/Pedal